Stromkosten

Deutschland hat weltweit die höchsten Strompreise.
Zwar hat seit der Liberalisierung des Strommarktes fast die Hälfte der Kunden schon mal den Stromanbieter gewechselt, aber noch immer halten Untersuchungen zufolge fast 40 % der Verbrauchen in den im Vergleich zu speziell abgeschlossenen Tarifen sehr teuren Grundversorgung fest.
Man kann zum Teil durch einen Wechsel bis zu mehreren 100 Euro im Jahr sparen. Auch Stromverbrauch einzusparen kann die Kosten um bis zu 50 % senken. Denn oftmals haben Verbraucher noch einen Stromfresser im Haus und ahnen nichts davon – z.B. eine alte Heizungspumpe.

Fachwissen Haushaltsgeräte und Bild: HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V.

Stromspartipps nach Bereich:

Eine weitere Quelle ist der BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. oder auch z.B. in einem Artikel der Frankfurter Rundschau oder eine Beratung durch den örtlichen Energiebeirat; Ansprechpartner bei uns in Biebertal sind:
Lothar Laucht, Danziger Str. 12, Tel: 0178 / 209 40 52
Lothar Stamm, Gleiberger Str. 6, Tel: 06409 / 71 77
Manfred Quack, Am Lohacker 12a, Tel: 06409 / 66 12 06

Stromabieter-Wechsel
Am besten vergleicht man parallel die Angebote auf mehreren Vergleichsportalen wie Check24, Verivox, Toptarif oder Hauspilot. Allerdings sollte man die Voreinstellungen und Filter auf den eigenen Bedarf anpassen. Auch sollten etwaige Boni – die meist nur für Erstwechsler einmalig gezahlt werden – aus der Vergleichsrechnung heraushalten, um die Jahreskosten besser einschätzen zu können. Auch könne die Voreinstellung „hohe Kundenempfehlungen“ oder die Einstellung „Nur Verträge, die über das Portal abgeschlossen werden können“ hilfreiche Suchkriterien darstellen. Zu achten ist auch auf Vertragslaufzeiten mit maximal 12 Monaten und einer maximalen Verlängerung um 1 Monat sowie auf kurze Kündigungsfristen von ebenfalls nur 1 Monat.
Kühlschrank, Gefrierschrank, Gefriertruhe
Den Kühlschrank sollte man so einstellen, dass die Temperatur im oberen Fach bei 7 Grad liegt.
Bei der Senkung der Temperatur um nur 1 Grad, steige der Stromverbrauch bereits um ca. 6 %.
Nur wenn Sie häufig schnell verderbliche Lebensmittel wie Hackfleisch nutzen, sollten Sie die Kühlschranktemperatur um 2 Grad senken.
Gefriertruhen sollten auf eine Temperatur von minus 18 Grad eingestellt werden. Die Tür sollte immer nur so kurz wie möglich geöffnet werden. Warme Speisen sollten logischerweise erst abkühlen, bevor sie in den Kühlschrank oder die Truhe kommen.
Spülmaschine
Die Spülmaschine sollte vor dem Anstellen möglichst voll geräumt werden. Vorspülen ist nicht notwendig. Allerdings sollten große Speisereste mit dem Besteck entfernt werden.
Die Reste sollten dann nicht in die Abwasserleitung gelangen, um keine unliebsamen Tiere zu füttern. Die grüne Tonne ist dafür da.
Verbraucherzentralen raten die Automatikprogramme zu nutzen oder eine niedrige Temperatur von 50-55 Grad einzustellen.
Herd und Backofen
Kochen Sie immer mit Deckel auf dem Topf. Das spart Zeit und Strom. Gemüse, Eier und Kartoffeln sollten nur mit 2 cm Wasser gegart werden. Ein Schnellkochtopf ist ebenfalls empfehlenswert.
Backen mit Umluft spart etwa 15 % Energie im Vergleich zu Ober- und Unterhitze.
Waschmaschine, Wäschetrockner
Auch diese Geräte sollten möglichst voll beladen werden. Bei normal verschmutzter Alltagswäsche reichen Temperaturen von 30-40 Grad völlig aus.
Wer den Wäschetrockner nutzt, sollte in der Waschmaschine einen hohen Schleudergang wählen. Das spart Zeit im Trockner. Besser ist es natürlich, wo möglich, die Wäsche an der frischen Luft zu trocknen. Das kostet nichts, während ein Trockner mit 40 – 100 Euro im Jahr zu Buche schlagen kann.
Beleuchtung
Glüh- und Halogenlampen verbrauchen noch weniger Energie als Energiesparlampen. Dafür muss man letztere nicht so oft austauschen. Hat eine Steh- oder Tischlampe nicht nur einen Schalter, sondern auch ein Netzteil, so sollte für Ruhezeiten der Stecker gezogen oder eine abschaltbare Schaltleiste genutzt werden.
Im Stand by-Betrieb verbrauchen alle Geräte eben doch Strom, obschon sie „aus“ sind. Auch das Licht sollte man ruhig ausschalten, wo es nicht benötigt wird.
Computer, Fernseher, Handy, Spielekonsole
Bei Nichtgebrauch sollten all diese Geräte in den Ruhezustand versetzt werden. Auch hier gilt: ausschaltbare Steckerleiste besorgen und die Geräte nach der Benutzung ausschalten. Viel genutzten Geräte wie Computer, Drucker oder Lautsprecherboxen lassen sich mit der Steckerleiste einfach vom Netz nehmen.
Sparen lässt sich auch einiges, wenn man den WLAN-Router nachts ausschaltet und im Handy den Flugzeugmodus aktiviert.
Übrigens, ein Handy, Laptop oder Fernseher gehört nicht ins Schlafzimmer. Das Blaulicht signalisiert dem Gehirn, es sei Tag. Damit leiden Schlafdauer und Schlafqualität erheblich, die beide für die Regeneration der Zellen und das Integrieren der Informationen des Tages gebraucht werden.

Quelle für letztere Angaben: Gießener Anzeiger, 26.9.2020, Ralf Heidenreich – Stromkosten um bis zu 50 % senken

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