Mehrweggläser statt Plastiktüten

Ein ganzes Regal voll: Nüsse, Trockenobst, Getreideprodukte, Hülsenfrüchte

Diesem Regal steht man gegenüber, sobald man den Edeka-Markt in Rodheim betreten hat. Herr Falk versucht hier, das Prinzip des Unverpackt-Ladens durch Mehrweggläser an Kundin und Kunden zu bringen. Damit wird Plastik vermieden, vor allem aber die Tüten aus Verbundwerkstoffe, in die viele Firmen die oben genannten Produkte verpacken. Nach meiner Beobachtung haben die Verbundverpackungen in diesem Sektor in den letzten Jahren eher zu- als abgenommen. Umso begrüßenswerter ist die Initiative von Herrn Falk. Da er in seinen Entscheidungen unabhängig von Edeka ist, kann man auch mit Bitten und Vorschlägen zu anderen Produkten an ihn herantreten.

Plastik gehört der Vergangenheit an
Für Fairness und Wohlergehen der Anbauer/innen

Es gibt in Gießen bekanntlich einen Unverpacktladen, zu dem man eigene Behälter mitbringt. Herr Falk sagte mir, dass einige Kollegen das auch in ihren Märkten versucht hätten. Der erforderliche Verkaufspreis sei aber nicht niedriger als der in Mehrweggläsern. Es handelt sich um 500ml – Gläser wie sie auch für Joghurt verwendet werden, und sie können genauso in die Pfandautomaten eingestellt werden.

Lieber den kg-Preis beachten!
Alles in Bio-Qualität

Alle Produkte in den Gläsern sind in Bio-Qualität. Wer den Film „Der stumme Frühling“ gesehen hat, wird nie mehr Mandeln aus Kalifornien essen wollen. Ähnlich ist es bei den übrigen Produkten. Bis vor 7 Jahren waren die Haselnüsse extrem billig (kg 7-15,€). Ich war im Juni 2014 in der Osttürkei und sah die vielen Flächen erfrorener Haselnusssträucher der dortigen Kleinbauern. Das bedeutete mehrere Jahre Ertragsausfall. Um allen Erzeugern unter ähnlichen Bedingungen ein auskömmliches Leben zu ermöglichen, sind die scheinbar hohen preise gerechtfertigt.
Und wenn es so weiter geht mit dem Klima, können Sie in absehbarer Zeit auch bei uns Mandeln anbauen. Das geschieht schon lange in der Pfalz, der Bergstraße und am Kaiserstuhl. Mandelmagazin vom BUND für Kinder

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