Alles Banane

Hygienisch, nahrhaft, ein Genuss
das ist die Frucht mit Reißverschluss

Dieser Werbespruch aus den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts fällt mir ein, wenn ich beim Einkaufen beobachte, wie Kunden 2 oder 3 Bananen in einen Plastikbeutel stecken und damit zur Kasse gehen. Gruselig! Doch angesprochen auf diesen unnötigen Plastikverbrauch habe ich sie auch nicht.

Bananen werden zum Trocknen längs geteilt

Da man von 1933 bis 1945 im deutschen Reich Devisen sparen wollte, gab es kaum Südfrüchte im Handel. Als das Wirtschaftswunder begann, musste man erst mal wieder dafür werben. Aus der Zeit kommt der obige Spruch. Ich mochte Jahrzehntelang keine Bananen. Inzwischen esse ich sie gerne, aber vor allem getrocknet. Ich kaufe sie immer, wenn unsere beiden Einkaufsmärkte große Mengen mit braunen Flecken aussortiert haben und billig anbieten. Sie werden geschält und längs in drei Teile geteilt, dann im Dörrgerät oder Backofen bei 50°C ca. 12 Stunden getrocknet. Das ist wie andere Trockenfrüchte eine tolle Wegzehrung für Wanderungen.

Bananenschalen geschnitten mit Kaffeesatz

Dabei entsteht ein großer Berg Bananenschalen. Statt darauf auszurutschen, schneide ich sie in 2-3cm Stücke, mische sie mit etwas Kompost (das sieht besser aus) und häufe sie vor allem um die Rosen. Anderen Pflanzen schadet die milde Kalium-Gabe auch nicht. Eine Mischung mit Kaffeesatz erfüllt denselben Zweck, vor allem aber zieht sie Regenwürmer an, die den Boden rundum auflockern.   Manchmal ist im Internet zu lesen, die Schale enthielte 10% Mineralstoffe. Das bezieht sich allerdings auf die Trockenmasse, die etwa 15% beträgt. Wenn man davon 12% Mineralstoffe rechnet, so kommt man auf einen Wert von 1,8g Mineralstoffen in 100g Schale.

Quellen: Eigene und https://de.wikipedia.org/wiki/Bananenschale

Fotos: Eveline Renell

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